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SCHNÜFFLER

Nasen-Lust & Finder-Wille
Such-Training macht Hunde glücklich und zufrieden.

 

Schnüffel-Highlights: Nasenleistung jenseits unserer Vorstellungskraft
Rettungshunde orten Menschen, die unter Lawinen eingeschlossen sind, finden Ertrunkene, wo Taucher vergebens suchten, zeigen in Trümmerfeldern Verschüttete noch Tage nach der Katastrophe an.
Spürhunde finden Drogen, Sprengstoff oder die Larven von Baumschädlingen.
Hunde sind in der Lage, bestimmte Krebsarten relativ zuverlässig anzuzeigen.
Familienhunde warnen ihre Besitzer vor einem drohenden epileptischen Anfall.

Das Erstaunlichste daran: Der Mensch ist auch im Zeitalter höchster technologischer Entwicklung mit keiner seiner Errungenschaften in der Lage zu leisten, wozu eine Hundenase fähig ist. Im Prinzip jede Hundenase.
Hunde haben durchschnittlich 140 – 150 Millionen Rezeptoren für Duftstoffe auf ihrer Riechschleimhaut. Ein Blood-Hound kommt sogar auf 500 Millionen.
Der Mensch hat etwa 5 Millionen Rezeptoren.
So können wir Menschen mit unserem vergleichsweise schwach entwickelten Geruchssinn nicht einmal annähernd nachvollziehen, in welcher Sinneswelt unsere Hunde leben.


Nasen-Lust: Selbsterhaltung mit Dopamin-Ausschüttung

Hunde verfügen über die Fähigkeit, Gerüche noch in kleinsten Mengen und über weite Entfernungen und längere Zeiträume wahr zu nehmen. Sie können Spuren nach ihrer Herkunft, ihrem Alter und ihrer Richtung unterscheiden und orientieren sich über Geruchsmarken in ihrer Umwelt.
Wild lebende Hundeartige könnten ohne die herausragende Leistungsfähigkeit ihres Geruchssinnes kaum überleben. Wichtige Informationen über Futter, Freund oder Feind, über Fortpflanzungsmöglichkeiten und Gefahren gelangen über die Nase in die Schaltzentrale im Gehirn.

Kaum ein Verhalten ist deshalb so typisch “HUND“ wie das Stöbern nach geruchlicher Information, das Verfolgen von Geruchsspuren, das Suchen und Finden von Beute!
Hunde brauchen das Verhalten SUCHEN nicht zu erlernen! Es ist im genetischen Programm verankert. Das gilt nicht nur für Jagdhundrassen.
Als angeborenes Element des Jagdverhaltens ist SUCHEN extrem selbst belohnend. Es fordert den Hund ganzheitlich heraus und befriedigt ursprüngliche Bedürfnisse.
“Schnüffeln dürfen“ in jeglicher Form macht Hunde glücklich, wunderbar müde und zufrieden.
Gute Gründe, sich näher mit dieser Seite des Hundeverhaltens zu befassen!


Parallel-Welten: Geruchsblinder trifft Nasenseher

Hunde sind Makrosmatiker. Sie leben in einer Nasenwelt.
Das bedeutet: Ihr Geruchssinn spielt bei der Aufnahme und Bewertung von Umweltreizen unter allen Sinnesorganen eine überragende Rolle.
Während wir Menschen uns mit den Augen in der Umwelt orientieren, nehmen Hunde wichtige Informationen überwiegend mit der Nase wahr und bewerten sie über den Geruch.

Wenn Mensch und Hund gemeinsam unterwegs sind oder einen fremden Ort betreten, wird der Mensch die Augen schweifen lassen, während der Hund mit seiner Nase jeden Winkel durchstöbert.
Für den Menschen sieht ein Spaziergang vielleicht so aus:
Was für eine schöne Blütenwiese. Und so viele Schmetterlinge. Warum zieht der Hund denn zum Gebüsch, da ist doch nichts! Schade, dass die Straße so einen Lärm macht! Was hat er denn jetzt? Warum macht er denn auf einmal eine Bürste? Komisch, da ist doch nichts!
Aus “Nasensicht“ fühlt sich der gleiche Spaziergang vermutlich so an:
Schulbrot links – läufige Hündin voraus – Vorsicht, frische Duftmarke vom Erzfeind!
Und wir haben nicht die geringste Ahnung!


Finder-Wille: Unerkannt und Untrainiert oft ein Störfaktor
Das sind gravierende Unterschiede in Wahrnehmung, Motivation und Verhalten zwischen zwei Weggefährten, die uns Menschen nicht permanent bewusst sind. Die uns gerade deshalb mit ihren Konsequenzen oft völlig überraschend treffen.

Menschen widmen dieser herausragenden Fähigkeit ihrer Hunde in den täglichen Abläufen meist keine besondere Beachtung. Im Gegenteil!
Das Geruchsvermögen wird häufig als Störfaktor in der Routine des Alltags erlebt:
Wenn wir eilig unterwegs sind und der Hund sich am Straßenrand “festgesaugt“ hat, weil er seine “Pee-mails“ ausgiebig studieren will.
Wenn er “aus heiterem Himmel“ auf einer Spur auf und davon ist und wir haben es überhaupt nicht kommen “sehen.“ Wenn er nächtelang heult, weil irgendwo irgendwer läufig ist.

Unser Einführungs-Kurs wird die menschliche Wahrnehmung für die verhaltensbiologische Eigenart des Hundes schärfen. Hier gilt der Grundsatz:
Ich sehe, was ich weiß!
Die Teilnehmer werden künftig deutlicher erkennen, wenn der Hund “der Nase nach“ unterwegs ist oder in den Nasen-Modus schaltet. Sie werden Nasen bezogenes Verhalten des Hundes anders bewerten und besser verstehen.
Dieses mehr an Wissen über ein hoch typisches hundliches Verhalten kann im Alltag in vielen Situationen zur Entspannung beitragen. Wir können vorausschauend handeln und befinden uns früher auf “Augenhöhe“ mit dem Hundegehirn.


Übersetzung: Nasen-Tier und Augen-Mensch gemeinsam im Such-Modus
In unserem Kurs lernt das 6-beinige Team, sich im Nasen-Modus zu verständigen. Dabei sind die üblichen Rollen vertauscht:
Die Schnüffler turnen vor und geben den Menschen bei der Lösung kleiner SUCH-Aufgaben einen “Einblick“ in ihre Nasenwelt.
Die Menschen beobachten ihre “SUCH-Hunde“ und beginnen, die Körpersprache des Hundes beim SUCHEN zu lesen und zu verstehen.

In einem zweiten Schritt bauen wir Signale und Rituale auf, mit denen sich die Teams im SUCH-Modus über die gemeinsame Aufgabe verständigen können.

Beim gemeinsamen SUCHEN entwickeln die Menschen Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Hundenase. Sie lernen, sich selbst etwas zurück zu nehmen und dem “Naseweis“ die Führung zu übergeben. Dies ist der schwerste Schritt für die meisten Menschen.


Nebenwirkung: Schnüffeln bereichert unser “Hundeleben.“
Unser Kurs zeigt Möglichkeiten, wie wir unseren Alltag mit SUCH-Aufgaben auffrischen können und damit die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Hundes besser berücksichtigen.

Es ist gar nicht so schwer einen Hund zufrieden und glücklich zu machen:
Suchaufgaben sind einfach zu organisieren und ohne Hilfe in den Alltag zu integrieren.
Auch Hunde mit Handicaps können mit Suchaufgaben sinnvoll beschäftigt und gefördert werden.
SUCHEN bietet für jeden Hund eine sinnvolle Möglichkeit, ihn artgerecht und ganzheitlich auszulasten.

Wir können SUCHEN-dürfen einfach und fast überall als Belohnung einsetzen.
Im SUCH-Modus ist der Hund konzentriert und ansprechbar und der Mensch ist mit im Boot.
Welch ein Rollenwechsel für den Menschen: Von der Spaßbremse zum Teilhaber einer gemeinsamen Erlebniswelt.
 

SUCH(t)wirkung: Lust auf mehr Schnüffel-Spaß
Wenn das Team vom Schnüffel-Fieber gepackt wird – keine Sorge.
Trainings-Gruppen im HundePARK bieten verschiedene Möglichkeiten, weiter in der spannenden Welt der findigen Nasen unterwegs zu sein.

“Schnitzeljäger“ verfolgen im Gelände Futter auf Schleppen, durchstöbern Flächen, finden Futter in der Höhe.
"Sherlock & Watson" sind als findiges Team bei der Verlorensuche oder der Geruchsdifferenzierung aktiv.
Unsere Man-Trailing-Gruppe freut sich über Verstärkung durch Teams mit Frei-Zeit und Pfadfinder-Mentalität.

Wenn Bello versteht, was er suchen soll, kann er Schlüssel, die Oma oder Knoblauch finden.
Menschen, Mützen und Moneten - Es geht so viel verloren! Also: SUCH !!!


Nasen-Lust & Finder-Wille
Der Lohn der Mühe liegt im Tun.