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Unser Körper "plappert" pausenlos ..... Achtsamkeit & Bewußtheit

 
"Körper-Signale"
  Gut zu wissen wie wir wirken

Der Mensch ist ein Umweltreiz:
Ob wir wollen oder nicht - unsere Körpersprache sendet permanent Signale.

Das Problem:
Dem Menschen ist die Wirkung seiner Körpersprache meist nicht bewußt.
Dennoch ist sie hoch aktiv und führt ein emotionales "Eigenleben."
Oft im krassen Widerspruch zu dem, was wir sagen.

Der Hund als Bewegungsseher und Körpersprachler
nimmt aufgrund seiner angeborenen Kommunikationsstrukturen bevorzugt
unsere nonverbalen Ausdrucksformen wahr & wichtig.
Er kann in unseren Bewegungsmustern (und Gerüchen) lesen wie in einem "offenen Buch" und interpretiert unsere Körper-Signale nach seinem
"Sprach"-Verständnis.
So erkennt er unsere Absichten und Befindlichkeiten und reagiert im Rahmen
seines angeborenen und erlernten Verhaltens sinnvoll darauf.
Nicht immer in unserem Sinne. Oft im Gegensatz zu unseren "Kommandos."
Das ist ein Problem.

Hunde haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis,
deshalb reagieren sie besonders sensibel auf alles, was nach ihrem arteigenen Ausdrucksverhalten bedrohlichen Charakter hat.
Hier liegt ein schwerwiegendes, leider viel zu wenig beachtetes Problem.

Erfahrungslernen verknüpft unsere Körpersprache mit Bedeutung:
Für einen Hund sind die Handlungsmuster seiner Bezugspersonen je nach Situation mit Bedeutung aufgeladen. Auf dem Hintergrund seiner Erfahrung kündigen sie Angenehmes oder Unangenehmes an:

  • Die Krallenschere in der Hand - oh weh!!! Schnell weg!
  • Die Hundejacke anziehen - oh toll! Endlich Spazieren!
  • Barscher Ton und Drohgebärden - jetzt wird es gefährlich.
  • Unterschreiten der Individualdistanz - Auslöser von Selbstverteidigung.

Vermeidbarer Stress in vielen Mensch-Hund-Beziehungen
Je nach Interpretation bestimmter menschlicher Körpersignale

  • auf der Grundlage angeborener Muster des arteigenen Ausdrucksverhaltens
  • oder durch Kontext bezogenes Erfahrungslernen

wird ein Hund gerne Kontakt zum Menschen aufnehmen oder auf Grund des eigenen Sicherheitsbedürfnis Distanz wahren.

Meideverhalten ist der Fachausdruck für dieses Veralten.

Es dient innerartlich zur Deeskalation bei Konflikten bzw. zur direkten Beschwichtigung des Drohenden.
Es wird von Artgenossen in der Regel immer verstanden und respektiert.

Leider können Hunde im Umgang mit Menschen darauf nicht vertrauen:
Dann startet eine fatale Spirale aus Ärger - mehr Meiden - noch mehr Ärger.
Mit zum Teil weitreichenden Folgen.

Gute Gründe
mehr über dieses wichtige Thema zu erfahren und Bewußtheit für die eigene Körpersprache zu entwickeln.

Der Wissens-Hintergrund:
Mensch und Hund haben ein sehr unterschiedliches Ausdrucks-Repertoire, das als Art spezifisches Verhaltensinventar angeboren ist und innerartlich in aller Regel verstanden wird.
In der Art übergreifenden Verständigung gibt es viele Gelegenheiten für Mißverständnisse.

Lösung in Sicht:

  • Achtsamkeit für das Sicherheits-Bedürfnis unserer Hunde! Meideverhalten erkennen und respektieren. Bedrohliche Körper-Signale vermeiden.
  • Bewußtheit für die eigenen Körper-Signale entwickeln!
    Mit einladenden Signalen Neugier wecken. Signale präzise und bewußt einsetzen.
  • Gezielter Aufbau von Körper-Signalen über Marker-Training.
    Positiv aufgebaute Signale haben Vertrauen und gefühlte Sicherheit an Bord!


Praktische Übungen:

  • Beobachten freiwilliger Teams schärft unseren Blick für Körper-Signale.
  • Bei Spannung / Erregung die Körpersprache deeskalierend verändern.
  • Blick-Kontakt: "Mental-Anker" oder Droh-Fixieren / An- oder Ausschalter.
  • Vokabeln auf Hund: Spielgesten, Abwenden, Gewichtsverlagerung u. ä. zum Vertrauensaufbau nutzen.
  • Kooperation über Körper-Signale: Zeigegesten, Handtouchs, Blicke u. ä. lohnend machen.
  • "Pas-de-deux" - Über Körper-Signale zur abgestimmten Bewegung im Team.
Bedrohlich oder einladend ?
Unsere Körpersprache sagt Bescheid.
Nutzen wir Wissen für einen entspannten Umgang !

Der "Ton" macht die Musik. - 
Unsere Körpersignale sorgen für "Stimmung."