FAIRPLAY
Auch Spielen will gelernt sein!
Spiel-Training für Vertrauen und Spaß im Team
Spielen: Gemeinsamer Spaß = doppelte Freude
Dieser Kurs entführt uns in die Welt des Spielens zwischen Mensch und Hund.
Eine schöne Welt. Voller Spaß und Überraschung, voller Einverständnis und Glück.
Gelungenes Spiel erinnert an ein Pas-de-deux im klassischen Ballett:
Mensch und Hund völlig entspannt und vertraut mit einander, aufmerksam und neugierig auf den anderen konzentriert, innig verbunden im Wechselspiel von Aktion und Reaktion.
Spielen in jeder Form wirkt extrem selbst belohnend. Solitärspiel oder Sozialspiel - immer liegt die Belohnung im Tun selbst.
Ganz anders als im Sport. Durch den Wettkampf wird die eigene Belohnung von äußeren Kriterien abhängig. Die Konkurrenz-Situation ergibt eine Null-Summen-Gleichung:
Der Sieg des einen bedeutet Niederlage für den anderen.
Gemeinsames Spielen ist dagegen eine Win-Win-Gleichung:
Die Mitspieler belohnen sich gegenseitig, wenn sie das Spiel in Gang halten. Weil ihre gut abgestimmten Aktionen dafür sorgen, dass der Spaß nicht aufhört.
Das ist es, was Hunden gefällt und Menschen sich vom Spiel mit ihrem Hund wünschen.
Und es sieht so einfach aus!
Spielernaturen machen in der Spiel-Aktion mit dem Hund “aus dem Bauch“ das Richtige.
Den weniger Begabten – und das sind die meisten von uns - hilft Wissen über den Ernst im Spiel und Anleitung in der Spielpraxis, um eine entspannte Spielkultur mit ihrem Hund zu entwickeln. – Auch Spielen will gelernt sein!
Intuition: Das Bauchgefühl entspringt dem präparierten Verstand
Unser Einführungs-Kurs hilft, Spielen in seiner biologischen Funktion zu begreifen.
Dieses Wissen bildet die Grundlage, auf der wir eine Spiel-Kultur für Mensch und Hund entwickeln.
Spielen ist ein integraler Bestandteil im Sozialverhalten von Säugetieren und hat viele wichtige Funktionen im sozialen Miteinander:
Spiel fördert die fein abgestimmte Verständigung, bildet Vertrauen und bestätigt die Bindung. Im Spiel können Spannungen abgebaut und die Beziehungen zu einander austariert werden. Die Regeln des Umgangs werden im Spiel eingeübt.
Das klassische Beispiel hierfür ist die Beißhemmung, die sich innerartlich im gemeinsamen Spiel der Wurfgeschwister entwickelt. Hier wirkt eine “natürliche“ Regel: Zu grobes Spiel führt zum Spielabbruch. Gespielt wird nur so lange sich alle Beteiligten wohl fühlen.
In der Jugendentwicklung hat Spielen einen entscheidenden Anteil an der Herausbildung körperlicher und geistiger Fitness.
Spielen sorgt für Körperertüchtigung durch Renn-, Jagd- und Kampfspiele:
Diese Spielformen fördern Muskelaufbau, Koordination und Reaktionsvermögen und sie verbessern Schnellkraft und Geschicklichkeit.
Andere Spielformen bewirken als Mentaltraining eine Stärkung der psychischen Belastbarkeit:
Das spielerische Erkunden der Umwelt oder Objektspiele mit vorhandenen Umweltangeboten mit dem typischen Widerstreit zwischen Neugier und Vorsicht.
Und immer wenn es um Spiel-Beute geht - Beute machen, Beute besitzen, Beute tragen und Beute verteidigen - werden Strategien erprobt und taktische Raffinesse geschult.
Innerhalb der eigenen Art hat Spielen also einen wesentlichen Einfluss auf die psycho-soziale Entwicklung und ist ein Verhaltensbereich, der für die Entstehung eines gesunden und belastbaren Wesens mitverantwortlich ist.
Gute Gründe, sich intensiv mit dem Spiel zwischen Mensch und Hund zu befassen!!!
Schade: Es läuft nicht immer rund im Spiel von Mensch und Hund!
Es gibt sehr unterschiedliche Gründe, die ein gemeinsames Spielen erschweren können:
„Mein Hund spielt nicht!“ klagen viele Hundebesitzer und vermissen den gemeinsamen Spaß.
„Mein Hund ist so wild!“ jammern einige und haben keine Lust auf ein Spiel mit dem Grobi.
„Dreimal holt er sein Bällchen, dann hat er genug!“ verstehen manche ihren Hund nicht.
„Was er einmal hat, gibt er nicht her!“ berichten andere ratlos und wissen nicht weiter.
Spielen ist ein Luxus-Verhalten. - Spielstimmung entsteht nur in gefühlter Sicherheit:
Wenn der lebensnotwendige Bedarf gedeckt ist. Wenn Energie-Ressourcen im Sinne von Fitness vorhanden sind. Wenn die Lage entspannt und frei von Angst und Stress ist.
Spielen braucht das Gefühl von Sicherheit und Entspannung zwischen den Mitspielern.
Und hier kann Einiges im Argen liegen, ohne dass es dem Menschen bewusst ist.
In unserem Einführungs-Kurs werden wir zu Beginn den “Spielstand“ der einzelnen Teams beobachten und herausfinden, was gut läuft und wo es hakt.
Wir werden gemeinsam ergründen, woran es liegt, wenn das Spiel nicht richtig in Gang kommt oder wenn sich die Mitspieler nicht wirklich wohl mit einander fühlen.
Bei harmonischen Spielaktionen erkennen wir die Elemente, die zum Gelingen beitragen.
Spielkultur: Der Mensch ist gefragt!
Unser Kurs hat das Ziel, durch Wissen & Spielpraxis zu vermitteln, wie gemeinsames Spiel aufgebaut und sinnvoll gestaltet werden kann.
Ein sinnvoller Spielaufbau berücksichtigt: Spielstimmung, Spielsignale, Spielformen und Spielpausen.
Zur Spielgestaltung gehören: Eindeutige Spielsignale, konsequente Spielregeln und Rituale, die das Erregungsniveau durch Entspannungsphasen “flach“ halten.
Der Mensch hat die Rolle als Spielmacher und Manager der Spielsituation:
Er sorgt für eine entspannte Spielstimmung und achtet bewusst auf eine nicht bedrohliche eigene Körpersprache. Dadurch vermittelt er Ruhe und Sicherheit.
Er kennt die Merkmale von Spielverhalten und erkennt, wenn das Spiel zu grob wird.
Er kann durch Veränderung der Spielform oder durch Pausen für Entspannung sorgen.
Als Coach der ängstlichen und gehemmten Hunde ist es seine Aufgabe, eine entspannte Spielstimmung zu schaffen und durch positive Erfahrungen Neugier und Interesse für Spielzeug zu wecken.
Für die Ungestümen und Heftigen steht auf dem Programm:
Eindeutige Spielsignale auf zu bauen, konsequent auf die Einhaltung der Spielregeln zu achten und durch eigene Fairness Frustration beim Hund zu vermeiden.
Enorm wichtig ist, Entspannungs-Training an erregenden Spielzeugen zu praktizieren und beim Beenden des Spiels auf ein ruhiges Ausklingen der Spielstimmung zu achten.
Eine Spiel-Kultur, die auf der “win-win“ Regel beruht, hat folgende Gleichung:
Verständigung und Vertrauen + Regeln und Rituale = Belohnung und Spaß im Team.
Eine Gleichung, die für jedes Team auch im Alltag sehr viel Sinn macht.
Fit und Fröhlich: Gute Spielfreunde für ein langes Hundeleben
Harmonisches Spielen ist eine Herausforderung für das Team. Unser Einführungs-Kurs kann in Theorie und Praxis nur einen kleinen Einblick geben in diese ganz eigene Welt.
Für alle, die ihr Spiel mit Hund weiter vervollkommnen wollen, gibt es im Anschluss eine Trainings-Gruppe.
Wenn alles rund läuft im Team, können neue “Spielwiesen“ erobert werden:
Free-Style-Frisbee, Apportieren und Suchen in spielerischer Form.
Schatzsuche, Schnitzel-Jagd oder Hindernis-Rallye runden als Highlights das Spiel-Paket ab.
Auch Spielen will gelernt sein
Spiel-Kultur & Wir-Gefühl